Forschungsprojekt FH Potsdam 2025

Forschungsprojekt FH Potsdam 2025

Studierende unter der Leitung von Prof. Dr. Alexandra Schmidt-Wenzel der Fachhochschule Potsdam haben sich in Kooperation mit dem Informations- und Begegnungszentrum (IBZ) Königsheide zwei Semester lang im Rahmen eines Forschungsprojektes der Geschichte dieser Kinderklinik gewidmet.

Es wurden Zeitzeuginnen und Zeitzeugen interviewt, Recherchen durchgeführt und historische Unterlagen gesichtet, die bereits 2016 bei einem Dachbodenfund am historischen Ort zutage kamen.

Siehe auch eine Kolloquiumsveranstaltung vom 22. Oktober 2025 von Prof. Dr. Alexandra Schmidt-Wenzel zum Projekt: Zur Kolloquiumsveranstaltung

 

Präsentation von Prof. Dr. Alexandra Schmidt-Wenzel auf der Veranstaltung am historischen Ort im Februar 2026 (PDF-Format | bitte auf das Bild klicken):

Hier Eindrücke von den Dreharbeiten am historischen Ort im Jahr 2025.

Ansicht des Zeitzeugenaufrufes, der mit von den Studentinnen erarbeitet wurde.   
Zum  PDF: ZEITZEUGEN-AUFRUF

 

Im Rahmen des Forschungsprojektes der FH Potsdam sollte in Kooperation mit der Gründungsinitiative Stiftung Königsheide e. V. die Geschichte der Kinderpsychiatrieklinik, die sich rund 20 Jahre (1949 – ca. 1969) in der Villa Adlon in Potsdam Neu Fahrland befand, aufgearbeitet werden. Neben Dokumentenanalysen und Exkursionen zum historischen Ort, an dem auch Anwohnerinnen und Anwohner zu ihren Erinnerungen befragt werden sollen, stehen insbesondere Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen (ehemalige Patientinnen und Patienten sowie Angestellte) im Zentrum des Forschungsprojekts. Die so gewonnenen Ergebnisse sind zum einen regional besonders bedeutsam, schließen aber auch eine Lücke der bislang noch unvollständigen Forschung zu Psychiatrieerfahrungen im Kinder- und Jugendbereich in der ehemaligen DDR.

Das Lehrforschungsprojekt verfolgt zwei Perspektiven:
1. Wissensvermittlung und Auseinandersetzung mit zeithistorischen Befunden zur Geschichte des Bildungs-, Sozial- und Gesundheitswesens der ehemaligen DDR sowie mit den Konzepten der Psychotraumatologie und ihrer Bedeutung im Kontext einer traumasensiblen Sozialen Arbeit

2. Empirisch-qualitatives Forschungsprojekt mit methodentriangulierendem Design entlang der Analyse und Rekonstruktion des verfügbaren Aktenmaterials, der Erhebung von Zeitzeuginnen- und Zeitzeugen- sowie Expertinnen- und Experteninterviews sowie der Befragung von u. a. langjährigen Anwohnerinnen und Anwohner am Ort des Geschehens.

Zudem sollte eine Ausstellung in den historischen Räumen vor Ort stattfinden, die am Tag des offenen Denkmals im Herbst 2025 realisiert werden konnte. 

Das Forschungsprojekt der FH Potsdam festgehalten auf RollUps für eine erste Ausstellung über die Kinderklinik.